Entlang der Rur

Der Rursee Die Rur ist nicht zu verwechseln mit der Ruhr im Ruhrgebiet mit 'h'. In alten Karten führt auch die Rur in der Eifel den Namen 'Ruhr'. Um 1950 wurde zur Unterscheidung das 'h' der Rur hier in der Eifel gestrichen. In alter Schreibweise finden sich noch die Ortsnamen Einruhr und Erkensruhr sowie das gleichnamige Gewässer, die Erkensruhr. Rurberg hat sich der neuen Schreibweise angepasst.
Die Rur entspringt im Wallonischen Venn, nahe Sourbrodt in Belgien auf einer Höhe von ca. 650 Meter über NN. Sie fließt zunächst durch Belgien, dann Deutschland und mündet nach ca. 170 km im niederländischen Roermond in die Maas. Auf dieser Strecke nimmt sie den Weg durch die alte Tuchmacherstadt Monschau. Bei Hammer und Dedenborn hat sie ihr Bett schon tief in die Eifellandschaft gebahnt. Reizvolle Wanderwege laden durch das Rurtal zur Erkundung ein.  Nach ca. 40 km erreicht die Rur den Rurstausee (Obersee) bei Einruhr.

Der Rursee

Der Rurstausee ist der zweitgrößte Stausee in Deutschland mit einem Stauraum von 203 Millionen  Kubikmeter Wasser. Erbaut 1934 und in der zweiten Bauphase 1955 auf die heutige Größe  aufgestockt.
Am Fuße des Nationalparks windet sich der Stausee durch die reizvolle Eifellandschaft. Der Obersee zwischen Einruhr und Rurberg  dient nur der Trinkwasserversorgung.

Entlang der Rur bieten sich gute Einstiegsmöglichkeiten in den Nationalpark Eifel. Die am Stausee gelegenen Orte Einruhr und Erkensruhr sowie Rurberg und Woffelsbach bieten reichliche möglichkeiten für naturnahe Freizeitgestaltungen, z.B..

Kraft des Wassers

Wasserkraftwerk HeimbachIm Tal  der Rur  von Schwammenauel  bis  Heimbach  liegt  das Staubecken Heimbach.
Das am Staubecken gelegene und 1905 in Betrieb genommene Jugendstil- Wasserkraftwerk bezieht das Wasser von der Urftalsperre, welche auch 1905 fertig gestellt wurde.

über einen 2,7 km langen Stollen, durch das Massiv des Kermeters, werden das Wasserkraftwerk mit Wasser der Urfttalsperre versorgt und die heute noch zwei vorhandenen Turbinen angetrieben. 1905 war dieses Wasserkraftwerk das größte Europas. So wie auch die Urftstalsperre zu dieser Zeit die größte Talsperre Europas mit einem Stauraum von 45,5 Millionen Kubikmeter Wasser war.


Heimbach und Burg Hengebach

Burg HengebachDie Stadt Heimbach liegt mit ca. 4700 Einwohnern an der Rur im Kreis Düren. Heimbach erhielt bereits 1343 stadtrechtliche Privilegien.
Hoch über dem Ort erhebt sich auf einem Felssporn die Burg Hengebach. Die erste schriftliche Erwähnung eines Herren von Hengebach ist um das Jahr 1000 n. Chr. datiert. Die Hengebacher Grafen standen in enger verwandtschaftlicher Beziehung zu denen zu Jülich.
Die Burg Hengebach ist nach zahlreichen Besitzerwechseln 1979 in das Eigentum der Stadt Heimbach übergegangen. Der Wehrturm bietet einen schönen Ausblick auf Stadt und Umgebung.
Heimbach ist ein bekannter Wallfahrtsort zur 'Schmerzhaften Mutter von Heimbach'.
Heimbach ist auch Endbahnhof der Rurtalbahn von Linnich über Düren in die Eifel. Entlang der Rur können problemlos Radtouren unternommen werden und die Rurtalbahn bringt die Radler ggf. zum Ausgangspunkt zurück.


Nideggen

Buntsandsteinfelsen bei NideggenWeiter nimmt die Rur ihren Verlauf durch das romantische Rurtal, vorbei an den Sandsteinfelsen und 'Burg Nideggen'. Die Ruinen der Burganlage sind das Wahrzeichen der Stadt Nideggen (Kreis Düren). Der Grundstein der Burg wurde 1177 gelegt.
In und um den Sandsteinfelsen lebt  die größte Uhu Population innerhalb Europas. Die Tiere finden hier ideale und ungestörte Nistgelegenheiten. 

So langsam verlässt nun das Flüsschen die Rureifel in Richtung Düren, Jülich in die Niederlande, wo es in Roermond in die Maas mündet und weiter in die Nordsee fließt. Mit den atlantischen Westwinden fällt das Wasser im Hohen Venn  in Form von Regen nieder. Somit ist der Kreislauf des Wassers     geschlossen.